Edith Kappeler

www.bildhauerin.ch

Edith Kappeler lebt und arbeitet in Zürich. Als Restauratorin von Wandgemälden erlebte sie hautnah die ausdrucksstarken Skulpturen vergangener Epochen. Ihre Kraft und Dynamik im Raum liessen sie nicht mehr los.
Es folgte die Auseinandersetzung mit der Bildhauerei und den Künstlern der Moderne. Wotruba und Brancusi faszinierten sie und natürlich Beus mit seiner „Sozialen Skulptur“. Interessiert verfolgt sie das Schaffen ihrer Zeitgenossen, staunt und geht ihren eigenen Weg. Die Techniken der Bildhauerei erlernte sie intensiv. Ihr Ausbildungsweg begann im Maggia-Tal, sie arbeitete bei verschiedenen Meistern, absolvierte Sommerakademien in Pietrasana und Dresden, bildete sich weiter an Seminarien und erweiterte ihre Kentnisse durch Ausstellungsbesuche, Fachliteratur und im Gespräch mit anderen Künstlern.

Raum, Zeit und Träumereien
In ihren Arbeiten vereinigt sich Materialpoesie mit philosophischer Kunst. Bei der Auseinandersetzung mit Raum und Zeit vergisst sie nicht das Menschsein mit den dies- und jenseitigen Anliegen. Formal geht es ihr um Konzentration, Reduktion auf das Wesentliche, das Finden von klaren Linien und das Spiel mit Widersprüchen. Sie befasst sich mit Themen wie "Ambivalenzen" in denen sie Widersprüche nicht aufhebt, sondern vereinigt. (Flügel aus Stein, Kissen aus Beton etc.); "Werden und Vergehen" beschäftigen sie sowohl in kosmischen Zeiträumen (Phönix, Onda) als auch im individuellen Erleben (Phönixen); "Übergänge" nehmen Gestalt an in Darstellungen von Sonnen und Schiffen (Barca, Nave, Traumschiff). Bei den Drehfiguren spielt sie mit den Achsen und hebt die Schwerkraft auf, so dass schwere Gewichte mühelos gedreht werden können (Tornellos, Lunghellos). Sie versucht, die Schönheit und den Schrecken dieser Welt mit offenen Augen anzusehen und dabei das Träumen beizubehalten und Märchen zu erfinden (Quelle des Phönix, Sonnenei, Himmelsschraube, Nachtbarke)

Die Angewandten und die Freien
Für einen bestimmten Ort und die Menschen, die ihn nutzen, ein Werk zu schaffen, begrüsst Edith Kappeler als spezielle Ausgangslage. Die Inspiration geht Hand in Hand mit Gegebenheiten, die eine Vision auslösen. Dabei ist ihr die Qualität des Ortes, seine Dimensionen und Proportionen, seine Geschichte und Funktion genauso wichtig wie die Menschen und ihre Erwartungen an den Ort. Es ist spannend für sie, zu erleben wie sich der Ort mit dem neuen Werk verändert. (Symposien, Brunnen Rigiplatz, Brunnen für Paula Hoch, Grabmale). Die Umkehrung des Wahrnehmungs-Phänomens erlebt sie mit den freien Arbeiten. Skulpturen, die ihren Platz noch finden werden (Ausstellungen, Ankäufe). Diese ändern ihren Ausdruck mit der neuen Umgebung in spezieller Weise.

in Zürich geboren


ab 1976

Restauratorin von Wandgemälden

ab 1983

Plastiken aus Gips und Eisen

ab 1991

Weiterbildung Steinbildhauerei / Abgusstechnik / Holz

ab 1993

eigenes Bildhauer-Atelier

Symposien / Einladungen ins Ausland


1997

Galerie Nationale, Dakar/Sénégal (Installation und Steinskulpturen)

1998

Rotkreuzspital Zürich (Installation)

1999

Internat. Bildhauersymposium, Klaster Hradiste, Tschechien (Eiche)

2000/01/02

Internat. Bildhauersymposium, Klaster Hradiste, Tschechien (Eiche)

2001

Internat. Bildhauersymposiium, Sur En, Engadin "Stier" (Fichte / Installation)

2002

Internat. Bildhauersymposiium, Assuan, Ägypten („Phönix“, Granit)

2006

Biennale Kairo, Special Guest des Ägypt. Kulturministeriums: Thematische Arbeit "Secret" (CH Marmor / Gneis)

2009

Symposium der visarte "Kultur in der Krise" in Weesen

 

Ausstellungen


1985

Amtshaus Kaiserstuhl (Gipsskulpturen)

1988

Eingangshalle Zürcher Kantonalbank, Zürich-Enge (Lichtobjekte/Eisen)

1991

Museo di Valmaggia, Cevio (Steinskulpturen)

1993

Galerie K26, Zürich (Installation)

1994

Altes Kunsthaus Zug (Steinskulpturen)

1995

Galerie Regina Larsson, Siselen (Installation)

1997

Altstadt Galerie, Bern (Steinskulpturen)

1998

Galerie Château Gütsch, Luzern (Steinskulpturen)

1999

Werkstattaustellung (Steinskulpturen)

2000

Galerie Apertura, Flüelen (Steinskulpturen)

2001

Galerie Raskolnikow, Dresden "Cocoon" (Rauminstallation)

2001

Kulturpalast, Rheineck, Gruppenausstellung (Steinskulpturen)

2002-09

„Open Art“, Roveredo GR (Steinskulpturen)

2002/06/08

Galerie Leuenberger, Zürich (Steinskulpturen, Videopräsentation)

2002/05

Galerie „vista nova“, Zürich (Stein-, Bronze-, Holzskulpturen)

2003/04

„Das Kleine“, Zollikon (Kleinskulpturen)

2004

„Finissage“, Atelier Brandschenkestrasse 150, Zürich (Stein-, Bronze-, Holzskulpturen)

2005

„art5 galerie“, Nürensdorf (Stein-, Holz-, Bronze)

2006

Mediacampus „Skulpturart“, Zürich (Stein-, Holzskulpturen)

2007

Galerie Mauritiushof, Zurzach (Stein-, Holz-, Beton-, Bronzeskulpturen)

2007

„Skulptur Weesen“ Villa am Mariasee, Weesen (Betonskulpturen)

2008

„Durchreise“, Galerie Kulturschiene, Herrliberg

2009

„Triennale Bad Ragartz“ (Betonkissen, Steinskulptur)

2003 Auftrag der Stadt Zürich:  Entwurf und Ausführung Brunnen Rigiplatz „Fontana della speranza“ (Maggia-Gneis)
2004 Auftrag privat: Entwurf und Ausführung Brunnen "La nave" für den Garten der Villa in Lumino

Mitglied der visarte